alohayoga.ch
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Von der eigenen Yoga Praxis
und der inneren Willenskraft

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich Familie und Yogastudio unter einen Hut bringe. Mit viel Organisation – ich würde nicht mal sagen Talent – eher Ausdauer, wertvoller Unterstützung aus der Familie und eisernem Willen geht es meist ganz gut. Was aber definitiv zu kurz kommt ist meine eigene Yoga Praxis. In der Ausbildung haben wir gelernt, dass ein Yoga Lehrer doppelt so viele Stunden selber praktizieren sollte, wie er unterrichtet. In meinem Fall wären das fast 20 Stunden. Ich bin froh, wenn ich pro Woche einmal die Möglichkeit habe, ein Yogastudio aufzusuchen.

Aber vielleicht kennst du das. Für die eigene Yoga Praxis kommt immer irgend etwas dazwischen. Nicht selten höre ich von Teilnehmern, dass sie eigentlich gerne öfters kommen würden weil es ihnen gut tut, aber die Zeit einfach fehlt. Woher kommt es denn, dass wir uns selber immer zurück nehmen und mehr für unser Umfeld schauen als für uns selber? Mit kleinen Kindern ist es vielleicht noch etwas verständlicher, die brauchen mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Aber du musst nicht meinen, dass ich nicht auch ganz viele Vorwände finde, um mich vom Praktizieren fern zu halten. Da gibt es Begründungen wie: ich hab zu Hause keinen Platz, ich müsste viel zu früh morgens aufstehen, ich möchte nicht, dass sich immer alles um Yoga dreht oder dass ich viel lieber Yoga in der Gruppe mache als alleine… Die Liste könnte problemlos weiter geführt werden.

Und doch weiss ich in meinem Innersten, dass es mir eigentlich gut tun würde und dass ich etwas in meinem Verhalten ändern möchte. Aber wie schaffe ich diesen ersten Schritt zur Veränderung? Viel lieber ruhe ich mich auf dem Bekannten und Gewohnten aus. Jede Veränderung braucht doch nur wieder Mut und Kraft, die ich im Moment nicht aufbringen kann. „Nicht aufbringen kann oder will?“ Du kennst bestimmt den Krieg auf deinen Schulter zwischen Engel und Teufel. Der Teufel ist mit der momentanen Situation in deinem Leben zufrieden und möchte es so sein lassen. Der Engel aber sticht dich mit folgenden Fragen: fühlst du dich in deiner eigenen Kraft? Entscheides du für dich oder wirst du von aussen bestimmt? Diese Fragen kannst du auch in den Alltag transferieren. Auch dort werden wir tagtäglich mit Veränderungen konfrontiert, die nicht immer unsren Wünschen entsprechen. Aber hast du es auch schon erlebt, dass nachdem du dich entschieden hast, dir ganz schnell viele Möglichkeiten geboten wurden, diese umzusetzen? Als ich mich zum Beispiel entschieden habe ein eigenes Studio zu eröffnen, kam unmittelbar danach der richtige Raum dafür und auch alle weiteren Dinge die nötig waren flossen nur so dahin – ich musste sie bloss noch aus dem Fluss fischen.

Um wieder zurück zu kommen zur eigenen Praxis. Ich stelle den Laptop jeweils auf einen weissen Ikea Hocker, damit ich gute Sicht „nach vorne“ habe. Beim praktizieren schliesse ich die Augen und versuche, den Anweisungen so gut wie es geht zu folgen. Dass sich unser jüngster Spross ganz leise neben den PC gesetzt hat, bemerkte ich erst später. Plötzlich höre ich ihn sagen: „Mama, du musst anders rum liegen, so ist nicht richtig!“. Schön, wenn man dann zusammen in Savasana liegen kann!

Falls du auf der Suche nach einigen Links zum selber praktizieren bist, dann helfen dir allenfalls die aufgeführten. Es sind nur einige und nicht alle von mir getestet. Vieles kannst du auch auf YouTube anschauen. Das Problem ist eher, dass du dich dort sehr oft verlieren kannst und so wieder eine Barriere mehr im Wege steht…

Freuen würde ich mich über jeden Kommentar zu deiner eigenen Praxis auf meiner Facebook Seite oder per Mail. Was sind deine Erkenntnisse, hast du Tipps oder habe ich deine Lieblingsseite vergessen?

www.yogaeasy.de
www.doyogawithme.com
www.yogaraumonline.de
www.yogaglo.com
www.asanayoga.de
www.thejourneyjunkie.com
www.yogamehome.org
www.perfectyoga.de
www.yogaia.com
www.yogavibes.com
www.yogamour.de
www.yogainternational.com
www.doyouyoga.com

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Übrigens, Yoga ist für Kinder immer sehr attraktiv – und das bringt mich zum nächsten Thema. Die Kids Stunde musste vom Mittwoch Nachmittag auf Samstag Vormittag verschoben werden. Neu findet sie von 11:15 bis 12:00 Uhr statt. Eine gute Gelegenheit, damit die Eltern kurz etwas in der Stadt erledigen können und die Kinder ihnen danach den ganzen Dschungel von Tieren in jeder Position präsentieren können.

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Weiter steht diesen Monat wieder ein Einsteigerworkshop auf dem Programm und zwar am Sonntag 27. November 2016 von 10:00 bis 13:00 Uhr. Gerne möchte ich dir den folgenden Kommentar einer Teilnehmerin vom letzten Mal mitteilen, der mich sehr gefreut hat: „Liebe Chantal, danke für den tollen Workshop am Sonntag. Die drei Stunden vergingen wie im Flug. Ich bin sicher, dass du deine Bestimmung gefunden hast. Du hast das super gemacht – ich hätte dir noch viel länger zuhören können. Es hat mir sehr gut getan, auch wenn ich mich am Montag vor lauter Muskelkater kaum bücken konnte. Ich möchte wirklich schauen, dass ich regelmässig zu dir in die Stunde kommen kann. Einfach: Danke!“ – Danke dir Petra für die lieben Worte.

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Den Workshop am Freitag 9. Dezember 2016 von 18:30 bis 21:00 Uhr möchte ich dir ganz besonders ans Herz legen. Durch all unsere Barrieren im Leben, die wir uns meist selber stellen und den Entscheiden die wir nicht fällen, können sich zum Beispiel Verhärtungen und Verklebungen im Körper bilden oder es treten Schmerzen auf, die wir nur schlecht alleine eliminieren können. Dafür erlernen wir in diesem Workshop eine ganz spezielle Methode. Mit zwei Tennisbällen und weiteren Hilfsmitteln suchen wir die faszialen Triggerpunkte und bearbeiten diese effektiv und schmerzlindernd. Verspannungen und Blockaden können sich lösen und Muskeln, Gelenke und Organe werden entlastet.

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Ich wünsche dir von Herzen viel Willenskraft und Entscheidungsfreude, um all deine Wünsche und Projekte vom 2016 noch abzuschliessen oder in Angriff zu nehmen.

Mahalo und Namasté!

aloha yoga – Chantal

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